Hallo zusammen, Arrrrr, ihr Landratten,

herzlich willkommen zum Lagerblog 2026! Genau hier versorge ich euch aus erster Hand, Tag für Tag, mit allen Details und News rund um das berühmt-berüchtigte Herbstlager. Jeden Abend. Ehrlich. Ungefiltert. Mein Name ist Jonah, ich bin nicht nur Pirat aus Leidenschaft, sondern auch einer der erfahrensten Reporter der sieben Weltmeere. Seid gespannt, was eure Kinder die kommenden Tage erleben dürfen – arrrrr, das wird herrlich.

Das Abenteuer, auf das eure 73 Landratten im Alter von 9 bis 16 Jahren so lange hingefiebert hatten, ging heute Morgen endlich los: die berühmtesten und gefragtesten Piraten haben eingeladen zu einer ganz besonderen Woche auf hoher See. Sie haben ihre Anker mitten im sauerländischen Nuttlar festgemacht und warteten nur noch auf die Ankunft der Nachwuchs-Piraten aus Dinslaken. Nach einer rund zweistündigen Fahrt mit der Galeere war es so weit und die Kids durften zum ersten Mal die Schützenhalle betreten, wie immer ein magischer Moment. Willkommen an Bord ihr Landratten.

Auch für angehende Seeräuber gelten natürlich ein paar Regeln. So gehörte die Erklärung dieser ebenso zur Begrüßung wie die Vorstellung der Leiter*innen, der Einteilung in die Tischgruppen und das Beziehen der Kojen. Während alle noch beim Mittagessen in der Schiffsmesse saßen, ging es plötzlich blitzschnell: das Piratenschiff wurde überfallen. Das einzige Ziel: unsere Schatzkarte. Was sollen wir nur ohne unsere Schatzkarte machen? Die erfahrenen Piraten konnten den Überfall beobachten, trauten den neuen Jungpiraten aber noch nicht genug, um die Hinweise auf den Verbleib mit ihnen zu teilen. So kam man zum Entschluss: wir zeigen euch Landratten wie das Leben auf hoher See funktioniert, dafür versucht ihr unsere Schatzkarte zurück zu erobern! Und so machten sich die Kids in Gruppen auf durch die Stadt zu den verschiedenen Piraten. An einer Station wurde das Manöver ,,Mann über Bord“ mit einem Schwimmflossenlauf geübt, an einer anderen erwarteten die Nachwuchs-Seeräuber eine Segelschule mit klassischen Seefahrerknoten. Auch die Probe des Piratentanzes gehört selbstverständlich in die standesgemäße Ausbildung. Mit jedem neu gelernten Skill verdienten sich die Kids auch einen Tipp auf der Suche nach der Schatzkarte. Selbstredend konnte so die Schatzkarte zurück erobert werden. Damit sind alle Teilnehmenden bereits am ersten Nachmittag nicht nur nützlich gewesen, sondern kennen bereits alle Tricks und Fertigkeiten, um echte Piraten zu werden.

Am Abend erhielten wir Besuch von zwei der gewieftesten Seeräuber alle Weltmeere. Sie wurden neulich überfallen und sind auf der Suche nach einer neuen Crew. Clever und mutig sollen sie sein. Und natürlich zielsicher. Und nur die Besten, ohne Frage. Und wie kann man diese am besten ermitteln als mit einem Ruderbankball-Turnier? Der ein oder anderen Landratte ist das Spiel vielleicht als Hühnerleiter bekannt. Aufgeteilt in 8 Mannschaften wurde in sechs-minütigen Partien um die begehrten Plätze auf dem Piratenschiff gekämpft. In den Spielpausen wurde der Körper mit den Tänzen zu den wichtigsten Hits an Bord in Schwung gehalten. Jede Mannschaft vergoss viel Schweiß und Energie für den Sieg, doch am Ende konnte es nur eine neue Crew geben, die ebenso gewieft ist wie der Kapitän selber. Der echte Showdown ereignete sich jedoch zum Ende des Turniers. Denn nur, wer das Leiterteam besiegt, ist bereit sich allen Gegner auf den Weltmeeren zu stellen! Meinen tiefsten Respekt an das Gewinnerteam, das war eine sehr beeindruckende Leistung von euch, auch wenn es für den Endgegner nicht gereicht hat. Ich bin mir sicher es lässt sich dennoch, so zielsicher und mutig wie ihr seid, ein Platz für euch auf See finden.

Die letzten Stunden waren gefüllt mit dem Kennenlernen vieler neuer Gesichter, dem Ankommen an einem neuen Ort und bereits sehr viel Action. In den kommenden Tagen werden diese fremden Leute zu bekannten Gesichtern, mit denen gemeinsam viele Abenteuer erlebt werden. Bei all dem Trubel ist es uns wichtig, auch warmen Gedanken und ruhigeren Momenten Raum zu geben. Zum Abschluss des Tages versammelten wir uns daher alle in einem großen Kreis für einen kurzen Abendimpuls zu dem Thema ,,Auf das, was vor uns liegt“. Jeder Mensch trägt etwas ganz Besonderes in sich. Wie bei einem Knicklicht sieht man dies aber nicht von außen, sondern es gibt etwas, was uns zum Leuchten bringt. Zusammengebracht entsteht dann aus einem einzelnen Leuchten ein umso schöneres Bild.

Und dann hieß es traditionell ,,Zähne putzen, Pipi machen und ab ins Bett“. Auch ganz traditionell dauerte es heute am ersten Tag etwas länger (aber ehrlicherweise ging es heute so schnell wie noch nie in den letzten Jahren), bis in allen Schlafsäcken Ruhe einkehrte. Doch allmählich fallen auch dem letzten Nachwuchspiraten voller Vorfreude auf die kommenden Tage die Äuglein zu.

Wahrscheinlich habt ihr es bereits gesehen: auf Instagram nimmt euch Taubias die Woche mit und versorgt euch mit noch mehr Details und Fotos direkt aus dem Sauerland. Gemeinsam mit Laura sind wir das diesjährige Social-Media-Team. Schaut da unbedingt auch vorbei.

Nun wünsche ich (und Taubias natürlich auch) eine ruhige Nacht und einen guten Start in die neue (kinderfreie) Woche.

Euer Jonah


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